
Eine Wärmebildkamera ist in der Lage, elektromagnetische Strahlungen im entfernten Infrarotbereich (Wellenbereich 3-5 oder 8-12 µm), die der Mensch als Wärme empfindet, in konkrete Videobilder umzusetzen. Dazu werden vorwiegend mit Stickstoff gekühlte Sensoren verwendet, die eine horizontale Ortsauflösung von bis zu 1024 Bildpunkten in Echtzeit aufweisen. Neuerdings werden auch ungekühlte Wärmebildsensoren eingesetzt, die zwar noch nicht die hohe Ortsauflösung bieten, dafür aber aufgrund des fehlenden Kühlsystems eine wirtschaftlich unbegrenzte Lebensdauer haben. Die Kühlung, insbesondere im Minus-Bereich unserer Temperaturskala, erhöht den Detektionsbereich, reduziert das Eigenrauschen des Sensors und lässt somit höhere Verstärkungen zu. Hierbei werden Temperaturunterschiede von weniger als 0,1°C detektiert. Hierzu sind Spezialobjektive mit Germanium-Linsen notwendig, die eine gute Transmission im Infrarot-Wellenbereich gewährleisten. Das Signal wird als Schwarz-Weiß-Videobild dargestellt. Mit Hilfe der Falschfarbenwiedergabe können unterschiedliche Temperaturbereiche leichter interpretiert werden. Sichtbarrieren, wie z.B. Rauch, stellen für Wärmebildkameras kein Hindernis dar. Nebel absorbiert dagegen Wärmestrahlung erheblich, sodass Wärmebildkameras hier nur bedingt eingesetzt werden können.
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