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Sicherheitssysteme Sicherheitstechnik Gebäudesicherheit

Glossar

Brandmelde-Sensortechnik

Die automatischen Melder einer Brandmeldeanlage müssen möglichst empfindlich sein, sollen aber nicht auf täuschende Einflüsse ansprechen. Eine der Möglichkeiten, diese zwei scheinbar gegensätzlichen Forderungen zu vereinen, ist die Voll-Analog-Sensortechnik mit autoadaptiver Umfeldüberwachung. Bei der herkömmlichen Grenzwerttechnik führt das umfeldbedingte Abdriften des Messwertes in Richtung Alarmschwelle zu überhöhter Empfindlichkeit und schließlich zu einem Falschalarm. Bei der Voll-Analog-Sensortechnik erfassen adressierbare Sensoren ständig alle Veränderungen von Rauch und Wärme und melden sie über eine Ringleitung an die Zentrale. Diese entscheidet durch vergleichende Auswertung mit vorgegebenen -->Algorithmentechnologie, ob Brand oder Nicht-Brand vorliegt. Die Auswirkungen umfeldbedingter Einflüsse, wie kurzfristig auftretende Aerosole, Zigarettenrauch oder Verschmutzungen, werden konkret erkannt und erzeugen keine Meldung. Die Falschmeldungsquote reduziert sich auf ein Minimum und kann durch zusätzliche Alarmorganisation ganz vermieden werden. Alle Elemente auf der Ringleitung identifizieren sich selbst. Bei der Ersteinstellung "lernt" die Zentrale automatisch die einzelnen "Teilnehmer" kennen und wertet sie zukünftig richtig aus. Änderungen der Adressen sind über die Software problemlos durchführbar. Bei Leitungsunterbrechungen bleibt das System voll funktionsfähig. Der Brandfrüherkennung dient das Temperatur-Sensorkabel: In ein als Daten und Speisungsbus wirkendes Flachbandkabel sind in regelmäßigen Abständen kleine Wärmesensoren integriert. Diese werden laufend nach den vorherrschenden Temperaturwerten abgefragt. Eine Auswertelogik entscheidet anhand frei programmierbarer Werte, wann ein Alarm oder eine Störung gemeldet werden muss. Für die Auswertung, für die auch Mehrsensoren-Abhängigkeit möglich ist, kann man das System an einen PC und/oder an eine Brandmelderzentrale anschließen. Ein anderes Brandmelde-Sensorsystem basiert auf dem physikalischen Gesetz der Volumenausdehnung von Gasen bei Temperaturänderungen. Zwischen einem pneumatisch dichten Kupferfühlerrohr, das sich über das zu überwachende Objekt zieht, und der Auswerteelektronik herrscht im Normalbetriebszustand ein Druckausgleich. Wird das Fühlerrohr erwärmt, so dehnt sich die darin eingeschlossene Luft aus und erzeugt einen Druckanstieg, der den Druckschalter auslöst. Bei langsamer Erwärmung gleicht sich der Druckanstieg über eine Kapillare wieder aus, so dass umgebungsbedingte Temparaturerhöhungen nicht zur Alarmauslösung führen. Zur Ermittlung von Störungen wird in regelmäßigen Abständen ein genau definierter Überdruck im Rohr erzeugt. Dabei erkennt der Melder ein Leck oder eine Quetschung im Fühlerrohr und signalisiert "Störung". Grundlage für die Entwicklung dieser Systeme waren die Teile 2 und 4 der Europäische Norm EN 54, die den hohen Maßstäben von DIN 14675 und VDE 0833 entsprechen. Länderspezifische Softwareprogramme und Anlagendokumentationen sowie die internationale Normenkonformität bilden die anwenderorientierte Basis.

 

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