
Bohrangriffe auf Schloss, Zylinder und Beschlag können abgewehrt werden durch gehärtete Stahlplatten, gehärtete Stahleinlagen, Schlossdecken
aus gehärtetem Stahl, gehärtete Zylinder-Arretierplatten, gehärtete Stahlrollen, Stahlkugeln, Hartmetall-Einlagen und Metallkeramik-Einlagen.
Bei Zylindern und Einbausicherungen auch durch Schließkerne in Chrom-Nickel-Legierungen oder (spez. bei Einbausicherungen) in gehärtetem Stahl.
Langschilder und Rosetten bestehen vielfach aus Ganzstahl. Weiterhin finden sich vereinzelt Stahlauflagen (gehärtet) vor den Schließkernen im
Beschlag oder - z.B. bei schweren Hangschlössern - im Gehäuse. Oft bestehen Stiftzuhaltungen und auch die Befestigungsschrauben (z.B. bei
Sicherheits-Schlossdecken) aus gehärtetem Stahl.
Durch diese Maßnahmen sollen Bohrangriffe im Bereich der Tourstifte (Schlossdecke), des Schlossriegels, der Einbausicherung, des Zylinders oder des Beschlages
(Kurz/Langschilder, Rosetten) verhindert oder erschwert werden.
Die Produkte der Industrie, die mit Bohrschutz ausgerüstet sind, sind recht unterschiedlich in der Schutzwirkung, daher richtet sich die Auswahl der Produkte
jeweils nach der unbedingt erforderlichen Sicherheit am Objekt.
Bohrschutz ist für die Schlüsseldienste, Polizei und Feuerwehren stark hinderlich, wenn Notöffnungen vorgenommen werden müssen. Daher ist oft die
Abwägung zwischen Sicherheitsbedürfnissen und möglichen Notfallsituationen erforderlich.
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